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3. Podiumsdiskussion im Meisterhaus in Dessau         

Walter Gropius Hugo Junkers

Form und Technik der Dessauer Moderne 

Hugo Junkers wurde 1859 in Rheydt geboren und starb 1935 in Gauting bei München. Er studierte bis 1883 an den TH in Berlin, Karlsruhe und AachenMaschinenbau.1987 wird er Leiter des Maschinenbau-Laboratoriums an der TU Aachen und begann 1888 in Dessau als Ingenieur bei Oechelhäuser.Mit seinen Erfindungen erfolgte bald ihre Fertigung in eigenen Werken. 1914 begann die Entwicklung der Ganzmetallflugzeuge und der Aufbau des Luftverkehrs. 1925 begannen For-schungen zum industriellen Hausbau. Bereits 1933 mußte er seine Patente übergeben und wurde aus Dessau

Die 3. Podiumsdiskussion fand am 24.06.2005 im Meisterhaus Klee, Ebertallee 71, statt. Mit dieser Veranstaltung wurde eine Themenreihe zur "Dessauer Moderne" eröffnet und für den ersten Meinungsaustausch lautete das Thema "Form und Technik". Im Mittelpunkt stand bei dieser Diskussion die Wechselwirkung von Bauhaus und Junkerswerke. Einen einführenden Vortrag hielt Dr. Walter Scheiffele, der Autor des Buches "bauhaus junkers sozialdemokratie - ein kraftfeld der moderne". Seine umfangreichen Kenntnisse aus den Untersuchungen für seine Publikation und deren visuelle Präsentation vermittelte anschaulich, wie diese beiden Institutionen in Dessau dazu beitrugen, dass hier eine Konstellation entstand, die dazu führte, dass Kunst, Industrie und Politik miteinander einen wesentlichen Beitrag für die Entstehung der "Dessauer Moderne" leisteten. Hugo Junkers mit seiner Ideenschmiede und deren Denkansätze sowie Technologien und die Gestalter des Bauhauses mit ihren neuartigen Produktideen und Materialversuchen inspirierten sich in jener Zeit wechselseitig und trieben dadurch viele kreative Lösungen voran. Das Podium wurde gemeinsam von der Stiftung "Bauhaus und Gegenwart" mit dem Verein Junkersmuseum Dessau und der Hochschule Anhalt (FH) veranstaltet und von dort kamen auch die meisten Teilnehmer. Der Meinungsaustausch zeigte, dass alle engagiert für den Beitrag ihrer Institutionen eintraten, dabei deren Bewertung vor allem aus den heutigen internationalen Sichtweisen ableiten und zu wenig von der historischen Situation ausgehen. Der Meinungsaustausch im Meisterhaus offenbarte deutlich die bestehenden Unterschiede in der Betrachtungsweise und starre Bezogenheit auf Darstellung der eigenen Institutionen. Mit dieser Haltung ist ein gemeinsames Engagement für die Stadt mit seinem bedeutenden Erbe und dessen internationale Präsentation in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Selbst der Vorschlag zur gemeinsamen Herausgabe eines touristischen Handbuches als Führer zu den Junkersbauten mit Aussagen zur Architektur und Nutzung scheiterte an dieser Haltung.