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6. Podiumsdiskussion im Meisterhaus in Dessau

Günther Höhne (Foto von Klaus Becker)

Foto: Klaus Becker, Hamburg

Günter Höhnewurde 1943 in Zwickau geboren und lebt seit 1968 in Berlin. Er war Lehrer, Redakteur bei Radio DDR und der Wochenzeitung „Sonntag“, Autor der „Weltbühne“ und Chefredakteur der Fachzeitschrift für Gestaltung „form+zweck“, nach 1990 Kulturredakteur der Berliner Tageszeitung „Neue Zeit“.

Seit 1995 als freier Journalist und Schriftsteller tätig, widmet er sich besonders historischen und aktuellen Entwicklungen von Architektur und Design. Er war Mitbegründer der in Frankfurt am Main erscheinenden Zeitschrift für Design und Theorie „form diskurs“ und ist Buchautor und Ausstellungskurator zur deutschen Designgeschichte. Lehraufträge verpflichteten ihn an die FH Potsdam.

1993 erhielt er den erstmals bundesweit verliehenen „Bremer Preis für Designpublizistik“ und 2007 den „Lilienthal Designpreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern“.

Das Bauhaus und seine Wirkungen nach 1945 in dem Buch

> Das große Lexikon DDR-Design <

am Mittwoch, 25. Juni 2008

Eröffnung: Prof. Uwe Gellert, Dekan des FB Design der FH Anhalt

Einführung in das Buch und Lesung: Günter Höhne, Designpublizist und Autor des Buches “Das große Lexikon der DDR-Design“ (Komet Verlag Köln 2008)

Gesprächsführung: Prof. Dr. Joachim Krausse, FB Design der FH Anhalt

Unter den Stichworten „Bauhaus-Rezeption“ und „Bauhaus Dessau“ widmet sich der Verfasser des zur Leipziger Buchmesse im Frühjahr 2008 erschienenen ersten Lexikons zur DDR-Designgeschichte in ausführlichen Darstellungen dem schwierigen Umgang der offiziellen DDR-Kulturpolitik zwischen den 1950er und 1980er Jahren mit der Geschichte und der aktuellen Bedeutung des Wirkens des Bauhauses in Weimar und Dessau, aber auch der innovativ-anregenden und international wirksamen Funktion, die Seminare und Workshops am rekonstruierten Bauhaus Dessau ab Ende der 1970er Jahre mit großer Resonanz ausübten.

Auszüge aus Buch-Passagen zu dieser Thematik boten bei der 6. Podiumsdiskussion des bauhaus dessau e. V. die Grundlage für eine angeregte Diskussion unter den Veranstaltungsgästen, darunter Gestaltern und Architekten, die selbst Zeitzeugen der Auseinandersetzungen um das funktionale Bauhauserbe waren. Einen interessanten Aspekt in die Debatte brachten Verweise u. a. auch des Gesprächsleiters Prof. Dr. Joachim Krausse auf Parallelen in der Bauhaus-Rezeption in beiden Teilen Deutschlands ein. Hier wie da seien es „wertekonservative“ Vertreter der herrschenden bzw. tonangebenden Schichten in der Architekten- und Designerschaft, aber vor allem auch in der Politik gewesen, die sich in der Ablehnung des progressiven Schaffens des Bauhauses lange Zeit einig waren. Während in der DDR bis Anfang der 1960er Jahre das Bauhaus totgeschwiegen worden sei, habe man zur gleichen Zeit in der BRD dessen Nachfolge-Schule, die HfG Ulm, gemeuchelt.

Informationen zu Günter Höhne www.industrieform-ddr.de
Kontakt: hoehne@industrieform-ddr.de

Höhne: Lexikon DDR-Design

Das große Lexikon DDR Design

Das erste Universal-Lexikon zum Thema DDR-Design
500 Abbildungen
Mehr als 500 Namenseinträge zu Personen der Design- und Zeitgeschichte
Umfangreiche Auflistung weiterführender Literatur zum Thema. Innerhalb kürzester Zeit ging im Strudel einer vehement hereinbrechenden anderen Waren- und Marktkultur vieles an eigenständigen ostdeutschen Zeugnissen traditionsreicher Industriekultur, was sich entweder über die 40 Jahre Staatsplanwirtschaft hinweg behaupten konnte und weiterentwickelt hat oder in der DDR eigenständig neu entstanden war, verloren. Immer weniger kompetente Zeit- und Tatzeugen, insbesondere solche aus den Aufbruchjahren
der Nachkriegsmoderne, sind zu diesem Thema zu befragen. Der Autor Günter
Höhne hat sich intensiv mehrere Jahre der Erstellung dieses Lexikons gewidmet, um dem komplexen, vielschichtigen Thema DDR-Design, das immer auch eine interdisziplinäre Schnittstelle ist, gerecht zu werden

gebunden, farb. Abb. 416 Seiten, Format 16,7 x 24 cm ISBN: 978-3-89836-676-2