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Schriften zur Moderne, herausgegeben vom Bauhaus Dessau e.V.


RICHARD PAULICK - Architekt und Städtebauer zwischen Bauhausideal und realem Sozialismus

Jens Ebert

Architekt Richard Paulick (1903 bis 1979), geb. in Roßlau/Elbe. Studierte an den Technischen Hochschulen in Dresden und Berlin. Am Bauhaus war er Mitarbeiter im Architekturbüro von Walter Gropius. 1933 emigrierte er nach China und war dort bis 1949 tätig und kehrte 1950 nach Europa zurück. Er nahm seine berufliche Arbeit in der DDR auf und es gelang ihm hier, vielfältige Aufgaben und Vorhaben zu verwirklichen. Zu Ehren seines 100. Geburtstages fand im November 2003 in Roßlau ein Kolloquium mit begleitender Ausstellung statt. Der Autor war enger Mitarbeiter von Richard Paulick und wesentlich an der Veranstaltung beteiligt und vermittelte als Zeitzeuge seine Kenntnisse über das Werk und Leben von Richard Paulick. Dieses Wissen aus seiner persönlichen Sicht und Wertung hat er am 26.06.2004 in Dessau auf einer Podiumsdikussion vermittelt und in dieser Streitschrift veröffentlicht.  

"LEOPOLD FISCHER Architekt der Moderne

Siedlungen und Bauten in Anhalt" 

Autorenkollektiv 

 Titel Leopold Fischer


Der Architekt Leopold Fischer wurde am 28.04.1901 in Bielitz, Schlesien, geboren und starb 1975 in den USA. Seine Ausbildung erfolgte von 1920 bis 1924 an der Bauschule bei Adolf Loos. Hier lernte er Lebrecht Migge kennen. Von 1925 bis 1926 war er im Bauatelier von Walter Gropius tätig und wechselte 1926 zum Anhaltiner Siedlerverband. Im Siedlerverband hat er als Architekt in Anhalt zahlreiche Siedlungen und Bauten geschaffen und mit ihnen einen wichtigen Beitrag zum "Neuen Bauen" geleistet. 1936 emigrierte er wegen seiner jüdischen  Abstammung in die USA. Leben und Werk des Architekten Leopold Fischer werden vom dem Autorenkollektiv in dieser Publikation anschaulich vermittelt.

Projektpublikationen 

Neues Bauen in Dessau

Architekturführer für die Bauhausbauten in Dessau im Taschenbuchformat, deutsch und englischsprachig

Erarbeitet von einer Studentengruppe der Hochschule Hamburg unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Chup Friemert. Kurze Informationenund Darstellungen zu jedem Gebäude auf den Architekturpfad der Moderen durch Dessau  erleichtern den Rundgang. 

 

Katalog "Carl-Fieger-Preis"

Mit dem Förderpreis ausgezeichnete Arbeiten auf dem Gebiet der Architektur und des Designs werden alle fünf Jahre in einem Katalog dokumentiert. Die Ideen der Preisträger und Anerkennungen werden anschaulich vorgestellt und belegen die Entwicklung der Ausbildung in den beiden Fachbereichen der FH Anhalt in Dessau. 

Geförderte Publikationen

Walter Scheiffele 
"bauhaus junkers sozialdemokratie - ein kraftfeld der moderne"

Als das Weimarer Bauhaus 1925 nach Dessau kommt, beginnt dort eine neue Ära für das ebenso berühmte wie umstrittene Institut. Wird das Bauhaus ein BAUhaus? Kann es sein Programm einer "Einheit von Kunst und Technik" realisieren?
In Dessau entwickelte sich eine Konstellation, in der Kunst, Industrie und Politik aufeinander wirkten. Ein Kraftfeld der Moderne entsteht. Neben dem liberalen Oberbürgermeister Fritz Hesse drängt vor allem der Führer der sozialdemokratischen Partei, Heinrich Peus, auf eine Modernisierung der Stadt. Er sorgt zusammen mit Hesse dafür, dass das Bauhaus nach Dessau kommt, und er schafft einer zweiten Fraktion der Moderne um Adolf Loos den Spielraum für gestalterische Experimente. Der Flugzeugkonstrukteur Hugo Junkers gibt mit seinen Fabriken das Beispiel einer innovativen Technik, die den Künstlern am Bauhaus nicht nur Vorbild ist, sondern die selbst in Wettbewerb mit den Künsten tritt. 
"Act local - think global", diese Parole Buckminster Fullers könnte auch für die Sozialdemokraten um Heinrich Peus gelten. Sie handeln pragmatisch, organisieren Konsumvereine, Volkshäuser und den Siedlungsbau und bewahren sich doch ein utopisches Denken, in dem ebenso Platz für eine neue Weltsprache ist wie für das Bauhaus als eine "Kathedrale des Sozialismus". Die Phantasien der Reformer werden beflügelt durch die "vergnügt am Himmel schwirrenden Junkersflugzeuge" (Ilja Ehrenburg), die in diesen Jahren ein weltumspannendes Luftverkehrsnetz bilden. Hugo Junkers' "Fabrik für technische Neuerungen" bringt nicht nur die modernsten Flugzeuge hervor, sie ist, darin dem Bauhaus vergleichbar, ein Laboratorium, in dem vom Flugzeug bis zum Metallhaus geforscht wird. Gropius will mit Junkers eine Hausfabrik realisieren und der Bauhausschüler Siegfried Ebeling entwickelt bei ihm seine zukunftsweisenden Ideen vom "Raum als Membran".

"Bauhaus und Hausbau" wird zu einem Leitthema der Dessauer Moderne und Dessau-Törten ein Ort, wo die Entwürfe der Avantgarde miteinander konkurrieren. Wird das Haus der Zukunft fordistisch (Walter Gropius), technisch-wissenschaftlich (Hugo Junkers), energetisch (Siegfried Ebeling) oder ökologisch (Leopold Fischer, Leberecht Migge) sein? 

In diesem Kraftfeld agiert das Bauhaus sieben Jahre lang bis die Reformkräfte, die gemeinsam das Beispiel einer sozialen, technischen und künstlerischen Moderne in Dessau gegeben haben, an ihren Widersachern scheitern. Die Politik, die der Kultur und Technik Freiräume geöffnet hatte, schließt diese wieder. Im Kraftfeld Dessaus ändern sich die Vorzeichen. 
304 Seiten, 170 Abbildungen, 39,90 EUR, ISBN 3-935053-02-9, Bestellung bei: form+zweck Dorotheenstr. 4 12557 Berlin T: +49 30 655 57 22 
www.formundzweck.com

Das Buch "Wege eines Bauhäuslers" Erinnerungen und Ansichten von Konrad Püschel erschien 1997 bei der Anhaltischen Verlagsgesellschaft in der Reihe Bauhausminiaturen. Die Präsentation war zum 89. Geburtstag von Prof. Dr. Püschel geplant. Durch seinen Tod verzögerten sich zwar Korrekturlesen und Fertigstellung, aber sein wechselvolles Leben vom Studium am Bauhaus, der Arbeit mit Hannes Meyer in Moskau, seinem Beginn an der Hochschule für Architektur und Bauwesen in Weimar sowie der Tätigkeit in Nordkorea und sein Engagement für die Rekonstruktion des Bauhauses hat der Autor noch selber beschrieben. Damit die kleine Auflage mit den vielen Abbildungen erscheinen konnte, hat der Bauhausverein das Verlagsprojekt mit einem erheblichen Kostenzuschuss gefördert.

Das Buch "...Das Treppenhaus ist meine ganze Freude..." Das Feiningerhaus
Die Publikation wurde am 13.07.2001 zum 130. Geburtstag von Lyonel Feininger im Meisterhaus präsentiert. Beim Kurt-Weill-Zentrum, dem Nutzer des Hauses, lag die Zuständigkeit für das Vorhaben und die Herausgabe erfolgte im Rahmen der Editionen der Dresdner Bauspar AG. Durch die Förderung des Bauhausvereins wurde die grafische Gestaltung des Buches ermöglicht. Die Redaktion oblag Frau Erdmute Siegfried und Konzeption sowie Gestaltung erfolgten in Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Dr. Paul, Vorsitzender der Stiftung Bauhaus und Gegenwart, der zugleich auch Autor einiger Beiträge zum Gebäude und seiner Wiederherstellung ist. Die Publikation ist im Kurt-Weill-Zentrum in Dessau derzeit noch erhältlich.